Aus der Sammlung
von
Barbara
Schmid-Heidenhain
und
Gabriele
Heidenreich






Kola und die zwei Geister

Eines Tages sagte die Mutter zu der jungen Frau Kola: "Du gehst besser nicht ganz allein am Wald vorbei, denn im Wald gibt es Geister, die vorgeben Menschen zu sein." Aber Kola beachtete die Worte ihrer Mutter nicht und ging weiterhin allein spazieren. Eines Tages begegnete Kola einem jungen Mann, der sie ansprach: "Junge Frau, ich will dich heiraten." Kola antwortete: "Wir werden uns morgen darüber unterhalten." Danach traf Kola einen anderen jungen Mann, zu dem sie das Gleiche wie zum ersten sagte. Am nächsten Tag schlug Kola morgens einen anderen Weg ein. Beim Zurückkommen aber nahm sie wieder den Weg am Wald, begleitet von einem jungen Mann vom Markt. Als sie sich in der Mitte des Weges befanden, erschienen zwei Geister. Der junge Mann vom Markt lief davon und ließ Kola allein. Der eine Geist redete sie an: "Du hast gesagt, dass wir heute darüber reden." So auch der andere: "Du hast gesagt, dass wir heute darüber reden."

Die beiden Geister beschlossen Kola zu bestrafen.

Erzählt von Peter